Architektur

Ein ausgereiftes Architekturkonzept

So sieht harmonisches Wohnen aus: Mit seiner sachlichen Architektur fügt sich das Gebäude bestens in die Umgebung am gleichsam geschichtsträchtigen wie zukunftsgerichteten Industrieplatz ein. Es konkurriert nicht mit umliegenden Häusern, steht aber auch nicht zurück – dafür sind die schnörkellose Fassade und die 40 Meter Bauhöhe zu imposant.

Dass sich das dreistufige Gebäude so gelungen ins Zentrum von Neuhausen einpasst,  ist dem Zürcher Architekturbüro Blättler Dafflon zusammen mit Tony Fretton Architects in London zu verdanken. Der gewählte Ansatz mit 76 Wohnungen ermögliche laut den Architekten eine sowohl wirtschaftlich als auch sozial und nachbarschaftlich optimale Integration in den Ortskern. Wobei auch das Ineinandergreifen von urbanen und ländlichen Elementen eine wichtige Rolle gespielt hat bei der Wahl der architektonischen Mittel.

Im Auswahlverfahren überzeugte vor allem die «aufgelöste Volumetrie» die Fachjury. Es handelt sich nicht um einzelne Hochhäuser – die drei abgestuften Baukörper verschmelzen vielmehr ineinander. Wobei der höchste besonders vielen Menschen eine fantastische Aussicht auf den Rhein und reichlich Besonnung ermöglichen wird. Die Abstufung zum Zentrum hin integriert das Wohnhaus gekonnt in das Ortsbild. Es bildet einen schönen Übergang zur Industriestrasse und zur Nachbarschaft. Und übrigens: Die  Farbgebung wurde bewusst zurückhaltend gewählt, aus Rücksicht auf die Sicht vom Rheinfallbecken aus.